Historie

 

Die Geschichte des Salondampfers "HANSA" ist auch ein Spiegelbild deutscher Geschichte. Der Rumpf entstand Ende der 30er Jahre auf einer Binnenschiffswerft in Berlin und wurde durch die Kriegswirren nicht vollendet. Nach Kriegsende lag der unvollendete Bau auf und wurde dann Anfang der 50er Jahre weitergebaut und als Marineschlepper "HAI" bei der NVA ( Marine der Nationalen Volksarmee - Deutsche Demokratische Republik ) in Dienst gestellt.

Sein Einsatzgebiet war die Ostsee. Der Rumpf war so konstruiert worden, daß er auch als Eisbrecher bis zu einer bestimmten Stärke der Eisdecke eingesetzt werden konnte. Der Marineschlepper wurde nach Auflösung der NVA in den 90er Jahren außer Dienst gestellt und aufgelegt.

Die Bremerhavener Beschäftigungsgesellschaft "Unterweser" ( BBU ) erwarb das Schiff Ende der 90er Jahre. In einem mehrjährigen von der EU geförderten Arbeitsmarktprojekt für Langzeitarbeitslose wurde das Schiff zum Salondampfer "HANSA" umgebaut. Das Schiff wurde vollständig entkernt. Viele Teile mussten speziell angefertigt werden. Metall, Elektro- und Holzarbeiten wurden von der BBU durchgeführt. Bremerhavener Unternehmen waren als Materiallieferanten und Auftragnehmer für die BBU tätig

 


Salondampfer im Trockendock


"Hansa" an der Werftpier der BBU
während der Umbauphase 


Jungfernfahrt 2004